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Infektionskrankheiten bei Ärzten und Pflegepersonal Gesundheitsgefahr Nummer 1
(veröffentlicht von Redaktion)

Pressespiegel

Auch Haut- und Wirbelsäulenerkrankungen kommen häufiger vor als in anderen Berufsgruppen
 
05.04.2006 - 10:30 Uhr

München (ots) - Zum Weltgesundheitstag
Eine Ansteckung mit Hepatitis oder TBC - das ist nach wie vor eine allgegenwärtige Gefahr für Beschäftigte im Gesundheitsdienst. Infektionskrankheiten stehen laut Berufskrankheiten-Statistik bei Ärzten, Medizinischen Fachberufen und Pflegekräften an erster Stelle. Sie sind in diesem Bereich deutlich stärker vertreten als in allen anderen Berufsgruppen. Das gilt auch für Haut- und Wirbelsäulenerkrankungen. Darauf weist - anlässlich des morgigen Weltgesundheitstages - der Bundesverband der Unfallkassen in München (BUK) hin.


Bei den Infektionskrankheiten steigen die Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit stetig an. Insgesamt 167 Fälle wurden im Gesundheitsdienst im Jahr 2004 von den Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand anerkannt. Häufig geht dabei die Ansteckung mit Stich- und Schnittverletzungen einher. Beispielsweise Hepatitis B oder HIV werden über das Blut übertragen. Hinzu kommen weitere 26 anerkannte Berufskrankheiten, die durch Parasitenbefall wie Krätzmilben verursacht wurden.

Auf Platz zwei der Gesundheitsgefährdungen rangieren dieHauterkrankungen. Allergien sowie Hautbelastungen durch häufiges Händewaschen und das Tragen von Schutzhandschuhen sind im Gesundheitsdienst ein besonderes Problem. 74 anerkannte Berufskrankheiten registrierte der Bundesverband der Unfallkassen in diesem Bereich im Jahr 2004.

Die bandscheibenbedingten Erkrankungen der Wirbelsäule lagen an dritter Stelle. 14 Fälle wurden hier im Jahr 2004 als Berufskrankheiten anerkannt. Gerade das Heben von Patienten etwa vom Bett in den Rollstuhl oder vom Rollstuhl in die Badewanne stellt beim Pflegepersonal eine erhebliche Belastung für den Rücken dar.

Auch die psychischen Belastungen sind im Gesundheitsdienst ein Problemfeld. Stress, Schichtdienst oder traumatisierende Ereignisse etwa durch die Begegnung mit Schwerverletzten oder die Arbeit auf einer Kinderkrebsstation beanspruchen die Beschäftigten. Vor allem in der Psychatrie sind auch gewalttätige Übergriffe von Patienten keine Einzelfälle.

Die Unfallkassen versuchen mit einer Vielzahl präventiver Maßnahmen diesen Gefährdungen entgegen zu wirken. Eine Liste mit Broschüren für den Gesundheitsdienst ist beispielsweise auf der Homepage des BUK (http://www.unfallkassen.de/) unter "Arbeits- und Gesundheitsschutz / Gesundheitsdienst / Vorschriften, Regeln und Broschüren für den Gesundheitsdienst" zu finden. Ganz aktuell hat der BUK auch eine CD-Rom zum Thema "Rückengerechtes Arbeiten im Gesundheitsdienst" herausgegeben. Sämtliche Informationsmaterialien können beim jeweiligen Unfallversicherungsträger (Adressen unter http://www.unfallkassen.de/) bestellt werden. Außerdem startet im kommenden Jahr eine großangelegte Präventionskampagne zum Thema "Hautschutz", an der sich die Unfallkassen zusammen mit anderen Institutionen beteiligen werden.

Der BUK ist der Dachverband der
Gemeindeunfallversicherungsverbände und Unfallkassen (Adressen unter http://www.unfallkassen.de/). Im Bereich Gesundheitsdienst sind bei ihnen alle Beschäftigten versichert, die in Einrichtungen mit öffentlicher Trägerschaft arbeiten. Die Beschäftigten sind durch die gesetzliche Unfallversicherung bei Unfällen und Berufskrankheiten geschützt. Mit Informationen, Maßnahmen und Projekten betreiben die Unfallkassen Prävention und Gesundheitsförderung.

Pressekontakt:
Roswitha Breuer-Asomaning, Sandra Pfitzner
Telefon: 089/6 22 72-163 oder -181, Fax: 089/6 22 72-200
E-mail: presse@unfallkassen.de



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