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Frauen mit Brustkrebs haben auch nach der Operation ein hohes Rückfallrisiko
(veröffentlicht von Redaktion)

Pressespiegel

04.04.2006 - 10:00 Uhr

Frankfurt/Main (ots) - 50.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich neu an Brustkrebs. 70% dieser Brustkrebspatientinnen haben einen Hormonabhängigen Tumor. Das heißt, der Tumor "ernährt" sich von den weiblichen Sexualhormonen, vor allem von Östrogen. Wichtig ist es daher, den Tumor durch den Entzug seiner Nahrung "auszuhungern". In der Regel ist der erste Schritt der Brustkrebsbehandlung die Operation, häufig gefolgt von einer Chemotherapie. Im Anschluss daran war der bisherige Therapiestandard bei Patientinnen mit Hormonabhängigem Brusttumor nach den Wechseljahren die Therapie mit dem Antiöstrogen Tamoxifen über einen Zeitraum von fünf Jahren. Länger wird diese Behandlung nicht empfohlen.


Für viele Frauen bedeutet jedoch das Ende der Tamoxifen-Therapie ein Leben in Angst vor einer Neuerkrankung. Denn das Rückfallrisiko beträgt auch fünf Jahre nach der Operation noch 50%. Im Februar 2005 wurde nun ein Aromatasehemmer der Firma Novartis  im Anschluss an die fünfjährige Tamoxifen-Therapie zugelassen. Der Aromatasehemmer unterdrückt bei Patientinnen nach der Menopause mit Hormon-abhängigem Brustkrebs im Gegensatz zu Tamoxifen bereits von vornherein die Bildung von Östrogen im Körper. So ist gesichert, dass der Tumor sich nicht mehr von Östrogen ernähren kann und "aushungert". Der Aromatasehemmer ist die einzige zugelassene Therapie im Anschluss an die fünfjährige Tamoxifenbehandlung. Man spricht hier von der "erweiterten adjuvanten Therapie".

In einer großen internationalen Studie wurde die Wirksamkeit des Aromatasehemmers untersucht, wenn er im Anschluss an die fünfjährige Tamoxifen-Therapie gegeben wird. Die Frauen der Studie erhielten entweder den Wirkstoff oder ein Scheinmedikament (Placebo) - die Daten wurden miteinander verglichen. Bereits erste Zwischenergebnisse der Studie im Herbst 2003 waren so überzeugend, dass die Studie vorzeitig entblindet wurde. Der Placebo-Gruppe wurde daher ein Wechsel auf den Aromatasehemmer angeboten. Außerdem zeigte sich, dass das Rückfallrisiko der Patientinnen mit dem Aromatasehemmer im Vergleich zu Placebo um nahezu die Hälfte reduziert werden konnte. Das Auftreten von Fernmetastasen (Tochtergeschwüren) wurde um 39% vermindert. Bei Patientinnen, bei denen der Krebs zum Zeitpunkt der Diagnose bereits auf die Lymphknoten übergegriffen hatte, konnte darüber hinaus erstmalig bei einer Brustkrebstherapie ein signifikant längeres Überleben nachgewiesen werden: Die Sterberate der Patientinnen verringerte sich unter der Therapie mit dem Aromatasehemmer um 39%.

Neueste Ergebnisse der Studie zeigen jetzt, dass selbst bei Patientinnen, die nach einer Tamoxifen-Therapie über ein bis vier Jahre unbehandelt blieben, anschließend unter dem Aromatasehemmer das Sterberisiko um 47% reduziert werden konnte. Auch das Rückfallrisiko sowie das Risiko des Auftretens von Fernmetastasen waren um 69% bzw. 72% reduziert.

Die Initiative "überLEBEN mit Brustkrebs" unter der Schirmherrin und ehemaligen TV-Moderatorin Victoria Voncampe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die betroffenen Brustkrebspatientinnen über solche neuen Ergebnisse, verschiedene Therapiemöglichkeiten und über den Umgang mit der Erkrankung zu informieren. Victoria Voncampe, selbst Brustkrebsbetroffene, weiß aus eigener Erfahrung um die Wichtigkeit der Hintergrundinformationen in der Brustkrebstherapie. Denn nur durch Wissen wird die Selbstsicherheit gestärkt und kann dabei helfen, gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die beste Therapie für die Patientin zu wählen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Initiative "überLEBEN mit Brustkrebs"
Postfach
60147 Frankfurt am Main

E-Mail: info@ueber-leben-mit-brustkrebs.de
http://www.ueberleben-mit-brustkrebs.de/

 

Pressekontakt:
Hill & Knowlton
Kathrin Pick
069 - 973 62 68



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