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Neue Erkenntnisse zur Entstehung von Allergien
(veröffentlicht von Redaktion)

Pressespiegel

Jahreskonferenz des Europäischen Allergie- und Asthmanetzwerks "GA2LEN"
 
31.03.2006 - 11:00 Uhr

Berlin (ots) - Dem europäischen Allergie- und Asthmanetzwerk GA2LEN ist es jetzt erstmalig gelungen, verschiedene Datenbanken von Geburtskohorten zusammenzufügen und hieraus neue Erkenntnisse zur Entstehung von Allergien zu ziehen. Diese Ergebnisse wurden am 31. März während der Jahreskonferenz des Netzwerkes veröffentlicht: Die Ergebnisse regelmäßiger, Querschnittsuntersuchungen bei tausenden von Kindern ab dem Neugeborenenalter aus ganz Europa sind erstmalig jetzt in einem Netzwerk zusammengefügt worden. Diese Daten bilden nun die Grundlage dafür, die Entwicklung der Allergien bereits ab dem Säuglingsalter verstehen zu können.


Allergien haben aber nicht nur Einfluß auf die Gesundheit, sondern auch auf das soziale und emotionale Leben der Betroffenen sowie auf das nationale Gesundheitsbudget. "Der volkswirtschaftliche Schaden durch Allergien ist enorm. So belaufen sich die entstehenden Kosten in der EU zur Zeit auf rund 25 Millionen Euro jährlich" sagt Dr. Christian Patermann von der Generaldirektion Forschung der EU in Brüssel. "Die Aktivitäten von GA2LEN sollen langfristig dazu führen, die Gesamtheit der Belastungen durch Allergien in der Gesellschaft zu verringen" so Patermann weiter. Die Europäische Kommission unterstützt dieses Modellprojekt von GA2LEN mit einem Betrag von rund 14 Millionen Euro aus dem Sechsten Rahmenforschungsprogramm der EU. Ein weiterer Schwerpunkt im Forschungsprogramm von GA2LEN liegt deshalb auf der Entwicklung von neuen Ansätzen zur Prävention und Behandlung von Allergien und Asthma. Damit soll zudem die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit von Europa als Forschungsstandort verbessert werden.

"Unser Forschungsnetzwerk ist seit seiner Gründung 2004 stetig gewachsen. Derzeit engagieren sich schon mehr als 60 europäische Forschergruppen im Kampf gegen Allergien für die öffentliche Gesundheit" freut sich der Koordinator von GA2LEN, Prof. Paul van Cauwenberge aus Brüssel.

GA2LEN ist ein Zusammenschluß von rund 60 führenden europäischen Forschergruppen aus 14 Ländern der EU, der Schweiz, Norwegen, dem europäischen Berufsverband der Allergologen (EAACI) und der europäischen Vereinigung der Patientenorganisationen (EFA). Die Namensgebung soll an den berühmten römischen Arzt Galenus erinnern, der als erster den Zusammenhang zwischen Nase und Lunge bei der Atmung verstand.

http://www.ga2len.net/


Pressekontakt:
Stefanie Link, Europäische Stiftung für Allergieforschung - ECARF,
Hautklinik, Charité 
Tel.: +49 30/450 518 044
mobil: 0151/11055700
Fax:  +49 30/450 518 938
stefanie.link@charite.de


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