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Neues Verfahren zur Behandlung der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)
(veröffentlicht von Redaktion)

Pressespiegel

Hoffnung für rund eine Million Betroffene in Deutschland - ReCell: „Haut zum Sprühen“

Dieburg - Rund ein Prozent der Bevölkerung leidet an der so genannten Weißfleckenkrankeit“, im Fachjargon „Vitiligo“ genannt, schätzt Dr. Raul Yaguboglu, leitender Dermatologe des Vitiligo-Zentrums DermAllegra in Pommelsbrunn/Hohenstadt. Nun gibt es mit ReCell - „Haut zum Sprühen“ eine neue Behandlungsmethode, die erste Erfolge erzielt.


Was ist Vitiligo
Die Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) ist eine seit dem Altertum bekannte Hauterkrankung mit Pigmentverlust in der Haut und Schleimhaut. Die erkrankten Hautareale bilden keine neuen Melanozyten mehr, das sind die für die Hautfärbung zuständigen Zellen. Bei den Betroffenen entstehen scharf begrenzte weiße Flecken auf der Haut, die nach Sonnenkontakt besonders auffallen, da sich durch die Sonne die gesunden Hautareale bräunen (pigmentieren) und die befallenen Stellen weiß (depigmentiert) bleiben. „Jeder kann irgendwann davon betroffen sein, die Krankheit kann in jedem Lebensabschnitt unabhängig von Geschlecht und Hautfarbe ausbrechen“  so Dr. Raul Yaguboglu.

Ursachen nach wie vor unklar
Es gibt verschiedene Theorien, wie die Vitiligo ausgelöst werden kann. Heute gilt eine fehlgeleitete Immunreaktion (Autoimmunhypothese) für die Entstehung der Vitiligo als sehr wahrscheinlich. Es kommt im Körper zur Bildung körpereigener Antikörper gegen die Pigmentzellen. Diese werden dadurch zerstört. Bei vielen Patienten weist man auch andere Autoantikörper (z.B. gegen Schilddrüsengewebe) nach. Die genaue Ursache der Bildung von Autoantikörpern ist bis heute unklar. Möglicherweise spielen unter anderem Infektionen dabei eine wichtige Rolle. Für die Entstehung der Vitiligo könnte aber auch eine Fehlfunktion des Stoffwechsels (Selbstzerstörungshypothese) verantwortlich sein. Dabei besteht ein Ungleichgewicht von bestimmten Enzymen in den Pigmentzellen und "Abfallstoffen" der Pigmentbildung mit der Folge der Selbstzerstörung der Pigmentzellen. Schließlich wird noch eine nervliche Ursache (Neuralhypothese) in Form einer derzeit nicht näher bezeichneten Substanz als Ursache diskutiert, die Substanz wird dabei von den Hautnerven abgegeben und zerstört die Pigmentzellen.

Rund eine Million Menschen allein in Deutschland betroffen
Die Erkrankung wird von Frauen und Männern gleichermaßen als psychisch sehr belastend empfunden; häufig werden die Betroffenen von anderen Menschen auf ihre "Flecken" angesprochen, oder die Patienten vermuten, dass die "Umgebung" die weißen Flecken wahrnimmt. Besonders oft treten die weißen Flecken an Handrücken, Fingerrücken, Ellenbogen, Kniestreckseiten, Augenlidern und im Mundbereich symmetrisch auf. Darüber hinaus kann jede Körperregion befallen werden.

Bisherige Behandlungsmethoden
Eine Heilung der Vitiligo im eigentlichen Sinne ist nach den jetzigen Erkenntnissen noch nicht möglich. Durch verschiedene therapeutische Maßnahmen kann aber eine Besserung der Symptome, das heißt eine teilweise Repigmentierung der betroffenen Hautstellen hergestellt werden.
So ist die Lichttherapie seit langem als wirkungsvolle Behandlungsmethode in der Therapie der Vitiligo bekannt. Trotz der krankheitsbedingten Zerstörung sind bei den meisten Vitiligopatienten in den Haarwurzeln noch Pigmentzellen vorhanden. Diese werden durch Licht dazu angeregt, zu wachsen und in die depigmentierte Haut einzusprossen. Bei der UV-Lichttherapie kommt vorwiegend die UVB-Therapie mit einer Wellenlänge von 311 nm (Schmalband-UVB-Therapie) zur Anwendung. Als zweite Wahl kann auch die PUVA-Therapie (UVA-Therapie mit Lichtsensibilisierung) durchgeführt werden. In bestimmten Fällen führt auch die Behandlung mit dem 308 nm Excimer-Laser zum Erfolg.

Darüber hinaus befinden sich Methoden, die regulierend auf das Immunsystem und den Hormonhaushalt wirken, in der Erprobung. Die Transplantation von im Labor gezüchteten Melanozyten zeigte den Weg einer chirurgischen Behandlungsmöglichkeit auf. Neben den hohen Laborkosten waren zwei Operationen für die Hautentnahme und -transplantation notwendig.

Neue Hoffnung durch ReCell –  die „Haut zum Sprühen“
Seit ein paar Monaten werden bemerkenswerte Fortschritte in der Behandlung der Vitiligo erzielt. ReCell die sogenannte "Haut zum Sprühen", ist ein neues Verfahren, das ursprünglich zur Behandlung von Verbrennungen, Narben und zur Verbesserung der Wundheilung in Australien entwickelt wurde und jetzt auch bei stabiler Vitiligo zur Anwendung kommt. 
Bei der Therapie mit ReCell wird eine dünne 1 cm² bis 4 cm² große Hautschicht (Spalthaut) aus einem gesunden Areal, zum Beispiel hinter dem Ohr, unter örtlicher Betäubung entnommen. Um sicher zu stellen, dass der behandelte Hautbereich die gleiche Hautfarbe wie die umliegende Haut hat, wird die normal pigmentierte Spalthaut nahe der zu behandelnden Stelle entnommen. Mit dem ReCell-Kit wird direkt im Operationsraum innerhalb von etwa 30 Minuten die Oberhaut (Epidermis) von der Lederhaut (Dermis) getrennt. Aus dieser Grenzschicht werden sofort unter anderem Pigmentzellen (Melanozyten) gewonnen. Das Labor befindet sich also im Operationssaal. Die Pigmentzellen werden zu einer Zellsuspension verarbeitet. Gleichzeitig wird die oberste Hautschicht der zu behandelnden Vitiligoherde abgetragen. Im Anschluss wird die verarbeitete Zellsuspension auf diese Stellen und die Hautentnahmestelle gesprüht. Mit einer entnommenen 1 cm² bzw. 4 cm² großen gesunden Hautoberfläche kann eine 80 cm² bzw. 320 cm² große Vitiligofläche behandelt werden.
Die Behandlung mit ReCell kann in vielen Fällen ambulant erfolgen, ein längerer Klinikaufenthalt ist nicht notwendig. Sind größere Hautareale betroffen, ist jedoch ein stationärer Aufenthalt zu empfehlen.

Erste schnelle und stabile Erfolge sichtbar
Die Repigmentierung erfolgt bei den ersten bisher mit ReCell behandelten Patienten deutlich schneller als bei den herkömmlichen Verfahren. Bereits nach drei bis vier Wochen ist eine erste Braunfärbung in den betroffenen Hautarealen zu erkennen.  Das Ergebnis stabilisiert sich im Laufe der Zeit, und nach weiteren sechs Wochen ist ein deutlicher Anstieg der Melanozyten zu verzeichnen.

Bei passender Indikation große Zukunftschancen
„Eine exakte Indikationsstellung ist auch beim Einsatz von ReCell Voraussetzung für den Erfolg der Therapie“ erklärt Privatdozent Dr. Ernst Magnus Noah, Chefarzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie in Kassel. „Die Therapie der Vitiligo gehört unbedingt in die Hand eines erfahrenen Dermatologen oder Spezialisten. Gute Erfahrungen haben wir in der Kooperation von Plastischen Chirurgen und Dermatologen gemacht.“
Nach den ersten Patientenbehandlungen verspricht ReCell bei passender Indikation bisher nicht gekannte Erfolge bei der Behandlung von Vitiligo. In den nächsten Monaten werden dazu weitere, zuverlässige Patientendaten vorliegen.
Vorteile für Patienten und Ärzte:
- Neuansiedlung von Melanozyten, um den natürlichen Hautton zu erzielen
- Ambulantes Verfahren
- Einfache und schnelle Anwendung

ReCell ist seit März 2005 als Medizinprodukt CE-zertifiziert.

Eine anschließende Kombination der ReCell-Therapie mit einer gezielten und schonenden 308nm Excimer-Laser-Therapie oder UVB 311 nm-Lichttherapie ist zur Optimierung des Behandlungserfolgs möglich und wird von erfahrenen ReCell-Anwendern wie Dr. Raul Yaguboglu und Dr. Ernst Magnus Noah zur Stabilisierung der Ergebnisse empfohlen.

Wir bieten Ihnen - zusammen mit der Firma POLYTECH SILIMED:
Weitere Informationen zu ReCell und Vitiligo (Fallstudien, Bildmaterial)
Kontakt zu Ärzten in Deutschland, die bereits erste Erfahrungen mit der Behandlung von Vitiligo mit ReCell haben, z.B.

Dr. Raul Yaguboglu
Dermatologe, Leiter des Vitiligo-Zentrums DermAllegra in Pommelsbrunn/Hohenstadt

Privatdozent Dr. Ernst Magnus Noah
Chefarzt der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie, Rotes Kreuz Krankenhaus in Kassel.

Weitere Informationen auch unter
www.dermallegra.de/zentrum/index.html
http://www.noahklinik.de/
POLYTECH SILIMED auf einen Blick
POLYTECH SILIMED ist in Europa eines der marktführenden Unternehmen im Bereich Silikonimplantate für die Plastische Chirurgie. Das in Dieburg ansässige Unternehmen wurde 1986 gegründet und ist seit 1993 europaweit tätig.


Dieburg, 9. März 2006


Pressekontakt:
MainConsulting PR GmbH
Margit Dellian
Kennedyallee 119
60596 Frankfurt
Tel:  069 – 63 19 82 50
Fax: 069 – 63 15 26 73
E-Mail: m.dellian@mainconsulting.de 


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