MED-Magazin.de

Info

HomeProfilTippPartnerNewsPressForumNetMediaSpezialAngebotPraxen und KlinikenKontakt
 
Was vor Ansteckung mit Erkältungs- und Grippe-Viren wirklich schützt
(veröffentlicht von Redaktion)

Pressespiegel

Eremitenhöhle oder Ganzkörpermaske?

10.03.2006 - 15:00 Uhr

Mainz (ots) - Welche Strategien am besten vor Ansteckung mit dem Grippe-Virus, aber auch mit anderen Erkältungserregern schützen, verrät Professor Dr. med. Heinz-J. Schmitt, Mainz, Infektiologe und Sprecher des Forschungsnetzwerks für Atemwegsinfektionen bei Kindern (http://www.pid-ari.net/). Husten, Schnupfen und schwere Atemwegsinfektionen werden zu rund 70% durch Viren verursacht. Die Viren können in der Regel auch außerhalb des menschlichen Körpers noch stundenlang aktiv bleiben - an Türgriffen, Computermäusen usw. Von Mensch zu Mensch wandern die Erreger durch kleinste Tröpfchen in der Atemluft.


"Mindestens ebenso häufig läuft die Ansteckung jedoch über die Hände", weiß Professor Schmitt. "Ihr Gegenüber putzt sich die Nase und gibt Ihnen die Hand. Sie reiben sich kurze Zeit später die Augen und schon ist es passiert: Sie haben sich infiziert."

Erkältungen sind die häufigste Gruppe von Krankheiten des Menschen überhaupt. Im Durchschnitt sechs Mal pro Jahr erkranken Einwohner der Industrienationen an einer Infektion der Atemwege - unabhängig von ihrem Alter. Der einzige sichere Ort vor Ansteckung sei eine Eremitenhöhle, so Schmitt, denn auch moderne Hygienemaßnahmen können eine Übertragung kaum verhindern. "Beispielsweise können virenabtötende Papiertaschentücher nur gegen die Krankheitskeime wirken, die im Taschentuch landen, alle anderen in der Luft und an den Händen bleiben unbeeinflusst." Einige britische Wissenschaftler wandten sich ebenfalls mit dieser Warnung an die Öffentlichkeit. Mit Blick auf die Vogelgrippe betonte John Oxford, Professor für Virologie an der Queen Mary's School of Medicine, London, dass antivirale Papiertaschentücher nicht dazu verleiten dürften, das Händewaschen zu vernachlässigen.

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es aber eine Reihe von Möglichkeiten, die gegen eine Ansteckung helfen:
 
- Häufiges Händewaschen, vor allem nach Kontakt mit erkälteten/Erkrankten;
- nicht direkt auf die Hände niesen oder husten, sondern ein durchschnupfsicheres Papiertaschentuch verwenden;
- gebrauchte Papiertaschentücher gleich entsorgen;
- sich impfen lassen gegen echte Virusgrippe und speziell bei Kontakt zu Säuglingen auch gegen Keuchhusten;
- in der Schnupfenzeit dichtes Gedränge vermeiden;
- sich mit erkrankten Personen nicht allzu lange in geschlossenen Räumen aufzuhalten;
- auch in der Familie nicht aus gleichen Gläsern oder Tassen trinken.


Quelle: Päd. Infektiologie Kinderklinik / Prof.

Pressekontakt:

Prof. Dr. Heinz-J. Schmitt
Pädiatrische Infektiologie Kinderklinik
Langenbeckstr. 1
55101 Mainz
Tel.: 06131-175033
Fax:  06131-175662
HJSchmit@mail.uni-mainz.de


Mit freundlicher Empfehlung von
MED-Magazin.de (http://www.medmagazin.de/)

MED-BIZ (http://www.medmagazin.de/MED-BIZ)
MEDBIZ (
http://www.medmagazin.de/MEDBIZ)













vorheriger Beitrag | Beitrags-Übersicht | nächster Beitrag


 

     MED-Fernsehen


     MED-Verzeichnis


Arzt, Praxis oder Klinik

oder Region

oder Name (Arzt, Praxis bzw. Klinik)

     ICD-10


MED-Magazin, c/o showmedia - Kirchbergstr. 5a - 82449 Uffing am Staffelsee - Kontakt
Alle Logos, Warenzeichen und Texte auf dieser Seite sind geschützt durch ihre Eigentümer.
Die Beiträge und Kommentare sind Meinungen der Benutzer.

Impressum

MED-Magazin GEOURL


© 2005-2015 system & design showmedia



Google PageRank 4/10 MED-Magazin Mobil MED-RSS2PDF MED-News-RSS