MED-Magazin.de

Info

HomeProfilTippPartnerNewsPressForumNetMediaSpezialAngebotPraxen und KlinikenKontakt
 
Anteil der von HIV und AIDS betroffenen Frauen weltweit steigt weiter
(veröffentlicht von Redaktion)

Pressespiegel

08.03.2006 - 11:04 Uhr

Bonn (ots) - Die Deutsche AIDS-Stiftung ruft anlässlich des Weltfrauentages dazu auf, Frauen und Mädchen als besonders verletzliche Gruppe besser vor dem tödlichen HI-Virus zu schützen. Die Benachteiligung von Frauen in vielen Ländern der Erde trägt dazu bei, dass sie besonders infektionsgefährdet sind. Der Anteil der betroffenen Frauen weltweit steigt weiterhin an. Im südlichen Afrika waren 2005 13,5 Millionen Frauen mit dem HI-Virus infiziert, das entspricht einem Anteil von 57 Prozent der HIV-positiven Erwachsenen. Weltweit waren 2005 insgesamt 17,5 Millionen Frauen infiziert - eine Million mehr als im Jahr 2003. Die wachsende Betroffenheit von Frauen macht sich auch in Süd- und Südostasien sowie in Osteuropa und Zentralasien deutlich bemerkbar.


Die Gründe hierfür sind vielfältig: Frauen haben nicht die gleichen Rechte und den gleichen Zugang zu Bildung, Arbeit und Einkommen wie Männer. Wenn Frauen rechtlich, wirtschaftlich oder emotional von Männern abhängig sind, können sie sich ungeschütztem Sex oft nur schwer entziehen. Vielen Frauen und Mädchen fehlen Kenntnisse oder Möglichkeiten, für ihren Schutz zu sorgen oder ihn von ihren Sexualpartnern einzufordern. Hinzu kommt, dass der weibliche Körper biologisch empfänglicher für das HI-Virus ist. Für Frauen ist ungeschützter Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Mann statistisch gesehen etwa doppelt so gefährlich wie für Männer, die ungeschützten Sex mit einer HIV-infizierten Frau haben. Auch unter den Folgen der Seuche leiden die Frauen stärker. Sie sind in der Regel diejenigen, die infizierte Familienmitglieder betreuen und Kranke pflegen.

In Deutschland sind 20 Prozent aller von HIV und AIDS betroffenen Menschen Frauen, der Anteil der an AIDS erkrankten Frauen liegt bei 13 Prozent. Aidskranke Frauen wenden sich aber doppelt so oft mit der Bitte um Hilfe an die Stiftung, als aufgrund der epidemiologischen Situation in Deutschland zu erwarten wäre. Diese Zahlen belegen, dass in Deutschland Frauen öfter in Not geraten als Männer.

Die Deutsche AIDS-Stiftung engagiert sich mit zahlreichen Hilfs- und Präventionsprojekten für Frauen und Mädchen in Deutschland und im Ausland. In Namibia unterstützt sie beispielsweise die Hilfsorganisation Catholic Aids Action durch die Finanzierung von Milchpulver für HIV-positive Mütter, damit diese die Neugeborenen nicht über ihre Muttermilch mit dem HI-Virus infizieren. Die Stiftung setzt sich außerdem für die Entwicklung von Präventionstechnologien, zum Beispiel Impfstoffen, ein, die vor allem Frauen in die Lage versetzen würden, sich eigenständig zu schützen.

Vor diesem Hintergrund fordert die Deutsche AIDS-Stiftung

· die Ausweitung spezieller Präventionsangebote für Mädchen und Frauen
· mehr frauenspezifische Forschung für Medikamente und Mikrobizide ·weltweit gleichberechtigten Zugang zu Prävention und Therapie für Frauen und Mädchen

 

Informationen zur Deutschen AIDS-Stiftung:
Ann-Kathrin Akalin
Pressereferentin
Markt 26
53111 Bonn
Telefon 0228-6046933
Fax 0228-6046999
E-mail: ann-kathrin-akalin@AIDS-Stiftung.de


Mit freundlicher Empfehlung von
MED-Magazin.de (http://www.medmagazin.de/)

MED-BIZ (http://www.medmagazin.de/MED-BIZ)
MEDBIZ (
http://www.medmagazin.de/MEDBIZ)













vorheriger Beitrag | Beitrags-Übersicht | nächster Beitrag


 

     MED-Fernsehen


     MED-Verzeichnis


Arzt, Praxis oder Klinik

oder Region

oder Name (Arzt, Praxis bzw. Klinik)

     ICD-10


MED-Magazin, c/o showmedia - Kirchbergstr. 5a - 82449 Uffing am Staffelsee - Kontakt
Alle Logos, Warenzeichen und Texte auf dieser Seite sind geschützt durch ihre Eigentümer.
Die Beiträge und Kommentare sind Meinungen der Benutzer.

Impressum

MED-Magazin GEOURL


© 2005-2015 system & design showmedia



Google PageRank 4/10 MED-Magazin Mobil MED-RSS2PDF MED-News-RSS