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Lange Wartezeiten bei der Vorsorgekoloskopie
(veröffentlicht von Redaktion)

Pressespiegel

23.02.2006 - 11:00 Uhr

München (ots) - Seit dem 1. Oktober 2002 ist die Vorsorgekoloskopie für gesetzlich Versicherte über 55 Jahren kostenlos nutzbar. Eine Umfrage der Felix Burda Stiftung zeigt, wie schwer den Versicherten die Inanspruchnahme dieser Untersuchung gemacht wird.
Die repräsentative Umfrage zeigt, dass bundesweit nur 37 Prozent der befragten Arztpraxen ihren Patienten innerhalb der ersten 14 Tage einen Termin zur Darmkrebsvorsorge anbieten können, 29 Prozent innerhalb von zwei bis vier Wochen und 27 Prozent haben erst nach vier Wochen, teilweise sogar mehr als acht Wochen, einen Termin frei.


"Dieses Ergebnis bestätigt leider unsere Vermutung, dass in manchen Regionen Deutschlands einfach zu wenige Ärzte zur präventiven Koloskopie zugelassen sind", sagt Dr. Christa Maar, Vorstand der Felix Burda Stiftung.

Die Ergebnisse zeigen ein starkes Ost-West-Gefälle bei den Wartezeiten. Während ein Bürger im Westen durchschnittlich 23 Tage auf seinen Koloskopietermin warten muss, kann ein Patient im Osten erst nach 37 Tagen mit einer Darmkrebsuntersuchung rechnen. Besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist es um eine zeitnahe Vorsorgeuntersuchung schlecht bestellt: Dort können nur 35 Prozent der Arztpraxen eine Koloskopie innerhalb der ersten vier Wochen anbieten. Die Region Brandenburg/ Berlin/ Mecklenburg-Vorpommern ist mit durchschnittlich 39 Tagen Wartezeit das Schlusslicht im gesamtdeutschen Vergleich. Noch schlechtere Zahlen kann im Westen nur Nordrhein-Westfalen mit 42 Wartetagen im Durchschnitt aufweisen.

Die Bedeutung einer ausreichenden Versorgung durch niedergelassene Gastroenterologen zeigen die Ergebnisse aus Bayern: Hier beträgt die durchschnittliche Wartezeit nur 17 Tage. Angesichts der Tatsache, dass es in Bayern mehr koloskopieberechtigte Ärzte als in jedem anderen Bundesland gibt, kommt man schnell zu dem nahe liegenden Schluss: Je mehr Gastroenterologen ein Versorgungsgebiet betreuen, desto kürzer sind die Wartezeiten. Für die kurative Koloskopie stehen neben den niedergelassenen Ärzten die Klinikärzte zur Verfügung. Die Kliniken könnten besonders in den Problemregionen dem Versorgungsdefizit vorbeugen, wie das Modellprojekt "Bandenburg gegen Darmkrebs e.V." eindrucksvoll belegt - wenn sie denn dürften.

"Neben den teilweise langen Wartezeiten hat sich auch gezeigt, dass die befragten Arzthelferinnen besser geschult werden müssen. 22 Prozent von ihnen konnten nicht sagen, ob ein Hämokkult-Test zur Vorsorge ausreichend sei", sagt Wolfgang Dittrich, Leiter Konzernmarktforschung bei Hubert Burda Media.

Die Burda Markt-Medien-Forschung hat das Studiendesign im Auftrag der Felix Burda Stiftung entwickelt. Die Befragungen wurden Ende letzten Jahres von Roland Berger Market Research durchgeführt.

Weitere Informationen zur Studie sowie Bildmaterial zum kostenlosen Download finden Sie unter http://www.felix-burda-stiftung.de/.

Pressekontakt:

Felix Burda Stiftung
Bettina Müller
Director Marketing & Communications
Tel.: +49 89 9250-2710
Fax:  +49 89 9250-2713
muellerb@burda.com

Felix Burda Stiftung
Ingo Buchholzer
Referent Marketing & Communications
Tel.: +49 89 9250-1747
Fax:  +49 89 9250-2713
buchholzer@burda.com


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