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Kakao ist gut für Herz, Gefäße und Umwelt
(veröffentlicht von Redaktion)

Pressespiegel

09.02.2006 - 13:34 Uhr

Viersen (ots)

- Internationales Symposium beleuchtet medizinische, sozialökonomische und ökologische Aspekte der Nutzpflanze Kakao
- Neue Studie vorgestellt: Flavonoide in Kakao haben positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System

Einer aktuellen Studie1 zufolge besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem in Kakao enthaltenen Flavonoid2 (-)-Epicatechin3 und einem gesunden Herz-Kreislauf-System. Damit konnte erstmals einem konkreten Kakaowirkstoff eine positive Wirkung auf das Gefäßsystem zugeordnet werden.


Für Prof. Helmut Sies, Institut für Biochemie und Molekularbiologie, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, sind die Ergebnisse ein wichtiger Meilenstein: "Verschiedene Studien haben bereits die positiven Effekte von flavonoidhaltigem Kakao bzw. Schokolade auf das Blutgefäßsystem gezeigt. Die Identifikation des verantwortlichen Kakao-Flavonoids eröffnet neue Möglichkeiten für die Entwicklung einer gezielten 'herzgesunden Ernährung'."

Die Untersuchung des internationalen Teams aus Wissenschaftlern der Universität Düsseldorf, der University of California und der Harvard Medical School hatte das Ziel, die Rolle spezifischer Kakao-Flavonoide und ihren positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System zu analysieren.

In der randomisierten, doppelblinden, cross-over-Studie bekamen männliche Probanden zunächst eine spezielle flüssige Kakao-Zubereitung, die entweder einen hohen oder niedrigen Gehalt an Kakao-Flavonoiden enthielt. Dabei zeigte sich nur bei der Gruppe, die hochkonzentrierte Flavonoide erhielt, ein positiver Effekt auf die Endothelfunktion.

Das Endothel - die innere Schicht der Blutgefäße - spielt eine Schlüsselrolle für den Erhalt eines gesunden Herz-Kreislauf-Systems. Die Endothelzellen geben Stickstoffmonoxid (NO) ab, was eine Relaxation (Erschlaffung) der glatten Gefäßmuskulatur und damit eine Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation) bewirkt. Dies führt zu einer Absenkung der Vorlast des Herzens. Eine Dysfunktion des Endothels, die in der Regel mit einer geringeren Freisetzung von Stickstoffmonoxid einhergeht, wird in Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Bluthochdruck gebracht. In der vorliegenden Studie wiesen die Forscher jetzt nach, dass die Kakao-Flavonoide den Stickstoffmonoxid-Spiegel im Blutkreislauf erhöhen und so Gefäßerkrankungen entgegenwirken.

Zur Identifizierung des für diesen Effekt verantwortlichen Flavonoids führten die Wissenschaftler um Prof. Malte Kelm, jetzt Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Aachen der Rheinisch Westfälischen Technische Hochschule Aachen und seine Mitarbeiter, Dr. Jan Balzer und Dr. Christian Heiss, jetzt University of California San Francisco, im zweiten Schritt eine "proof-of-concept"-Studie durch. Die Probanden erhielten entweder Placebo oder eine flüssige Zubereitung, die aus Kakao isoliertes (-)-Epicatechin enthielt. Nur in der Epicatechin-Gruppe zeigte sich hierbei eine verbesserte Endothelfunktion mit höherem Stickstoffmonoxid-Spiegel und einer "Entspannung" der Blutgefäße. Dieses Ergebnis bestätigte die These der Wissenschaftler, dass das (-)-Epicatechin für die beobachteten positiven Effekte auf das Herz-Kreislauf-System verantwortlich ist.

"(-)-Epicatechin ist ein Flavonoid, das in bestimmten Obst- und Gemüsesorten vorkommt sowie in grünem Tee, Rotwein und rotem Traubensaft enthalten ist. In bestimmten Kakao-Sorten liegt eine besonders hohe Konzentration von (-)-Epicatechin vor", führt ein Co-Autor der Studie, Hagen Schroeter, PhD, University of California, Davis, aus.

Auf die Spur der wirkungsvollen Kakao-Flavonoide brachten die Wissenschaftler frühere Untersuchungen von Dr. Norman Hollenberg, MD, PhD, Harvard School of Medicine. Hollenberg untersuchte zwei Populationen der Kuna-Indianer in Panama. Bei den auf einer Insel lebenden Kuna-Indianern ist Bluthochdruck, im Vergleich zu in Panama City lebenden Kuna-Indianern, selten. Traditionell nehmen die Insulaner größere Mengen Kakao, die in der Stadt lebenden deutlich weniger Kakao zu sich. Im Rahmen der vorliegenden Studie von Schroeter et al. untersuchten die Wissenschaftler erneut die Kuna-Indianer.
 
Bei den auf der Insel lebenden Indianern wurden höhere Konzentrationen an Stoffwechselprodukten von Flavonoiden und Stickstoffmonoxid im Urin gefunden als bei den auf dem Festland lebenden Kuna Indianern.

Für die in der Studie eingesetzte Kakao-Zubereitung wurde das von Mars Incorporated4 hergestellte Cocoapro® Kakao-Pulver verwendet. Cocoapro® ist ein spezielles, von Mars Inc. entwickeltes und patentiertes Verfahren, mit dem die Kakaobohnen so schonend verarbeitet werden, dass die wertvollen Flavonoide fast vollständig erhalten bleiben. Die schonende Verarbeitung der Kakaobohnen ist der Schlüssel, nicht allein - wie bisher angenommen - die Höhe des Kakaoanteils der Schokolade.

Die Forschungsergebnisse bilden die Grundlage für die Entwicklung neuer Produkte, bislang allerdings nur für den amerikanischen Markt. Dort ist zum Beispiel die als "Healthy Heart Snack" positionierte Produktrange Cocoa-Via[TM] erhältlich.

Kakaoforschung bei Mars Inc. - für den positiven Unterschied Mars Inc., mit Sitz in McLean, Virginia, USA, ist seit 15 Jahren in der Kakao-Forschung aktiv und hat die vorliegende Studie finanziell unterstützt. Darüber hinaus setzt sich das Unternehmen intensiv mit dem Thema nachhaltiger Kakaoanbau auseinander und engagiert sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen für Kakaofarmer in den weltweit wichtigsten Anbaugebieten West-Afrikas, Südamerikas und Südwest-Asiens. Ergebnisse dieses Engagements wurden gerade auf einem international und interdisziplinär besetzten Symposium "Theobroma Cacao: The Tree of Change", 9./10.02.2006, in Washington, vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass Kakao mehr ist als nur Hauptbestandteil von Schokolade. Kakao ist für Millionen von Kakaofarmern (Über-) Lebensgrundlage und bietet viele Chancen in sozialer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht. Für Harold Schmitz, PhD, Chief Science Officer von Mars Inc. ist "Kakao ein zentraler Wirtschaftsmotor für ländliche Regionen und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der Armut und zum Erhalt der Umwelt."

So genannte Public Private Partnerships zwischen Mars und zum Beispiel dem U.S. Department of Agriculture - Agricultural Research Service und der U.S. Agency for International Development verfolgen das Ziel, nachhaltigen Kakaoanbau zu fördern. Die Projekte haben zur Einkommensverbesserung der Farmer, zu höherer Produktivität und zum Erhalt der Ökosysteme in den Regenwäldern beigetragen.

So wurden beispielsweise neue umweltfreundliche Technologien zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten entwickelt, eine Initiative ermöglicht Kindern in ländlichen Gemeinden eine agrarwirtschaftliche Ausbildung und durch spezielle Fortbildungsprogramme konnten Kakao-Farmer ihr Einkommen um 20 Prozent steigern. Letzteres Beispiel hat Schule gemacht und dient inzwischen als Modell für branchenweite Initiativen zur Weiterbildung von Farmern.

Weitere Informationen zum Thema nachhaltiger Kakaoanbau erhalten Sie unter cocoasustainability.mars.com.


1 Schroeter H., Heiss C., Balzer J., Kleinbongard P., Keen C. L., Hollenberg N. K., Sies H., Kwik-Uribe C., Schmitz H. H., Kelm  M.; (-)-Epicatechin mediates beneficial effects of flavonol-rich  cocoa on vascular function in humans. In: Proceedings of the  National
Academy of Sciences of the United States of America. 1006; 108:1024-1029. www.pnas.org/papbyrecent.shtml

2 Flavonoide, auch sekundäre Pflanzenstoffe, sind die in der Nahrung am häufigsten vorkommenden Polyphenole.

3 (-)-Epicatechin ist eines der Stereoisomere von Epicatechin.

4 Mars, Incorporated ist einer der führenden Hersteller von Schokolade und aufgrund des starken Engagements in der Forschung auch weltweit führend in der Kakaowissenschaft.  Mars setzt sein eigenes, patentiertes Verfahren zur Verarbeitung der Kakaobohnen ein, um möglichst viele der natürlich vorkommenden Flavonoide zu erhalten. Diese Produkte sind mit dem Cocoapro® Siegel gekennzeichnet - eine Hand, die eine Kakaobohne hält und damit die sorgfältige Handhabung symbolisiert. Weitere Informationen sind im Internet unter http://www.cocoapro.com/ erhältlich. Die Masterfoods GmbH ist die deutsche Tochter von Mars Inc. und hat ihren Sitz in Viersen.

Pressekontakt:

Masterfoods GmbH
Dr. Karin Lehmann
Industriering 17
41751 Viersen
Tel.: 02162-5002329
Karin.Lehmann@eu.effem.com


Weber Shandwick Deutschland GmbH
Carolin Best
Kehrwieder 10
20457 Hamburg
Tel.: 040-357460-85
cbest@webershandwick.com


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