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8. Internationaler Kongreß für Wintersportmedizin
(veröffentlicht von Redaktion)

Pressespiegel

Das ist doch kein Beinbruch ...

03.02.2006 - 10:00 Uhr 8. Internationaler Kongreß für Wintersportmedizin

Garmisch-Partenkirchen (ots) - Verletzungen durch Wintersport / 8. Internationaler Kongreß für Wintersportmedizin, 2.-5. Februar 2006 in Garmisch-Partenkirchen

Anmoderation: Pulverschnee, Sonne, Weiß ohne Ende. Das ist derzeit der Traum eines jeden Wintersportlers. Die Wintersaison ist da, Wetter und Schneebedingungen sind hervorragend und viele sind wegen der bevorstehenden Olympischen Winterspiele besonders motiviert. Allein in Deutschland schnallen sich jeden Winter ca. 8,5 Millionen Leistungs- und Freizeitsportler ein bzw. zwei Bretter unter die Füße und gehen auf die Piste. Der Spaß kann aber sehr schnell vorbei sein, wenn es plötzlich zu einem Unfall kommt.


Das Weiß des Schnees wird dann oft vom Weiß des Ärztekittels abgelöst. Damit es nicht soweit kommt, dürfen die Gefahren eines möglichen Wintersport-Unfalls nicht unterschätzt werden. Zu diesem Thema begrüße ich heute zwei Experten, Herrn Dr. Hubert Hörterer, Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin und für Physikalische und Rehabilitative Medizin und Ärztlicher Direktor des MEDICAL PARK BAD WIESSEE ST. HUBERTUS und Herrn Professor Dr. Andreas Imhoff, Facharzt für Orthopädie und für Spezielle Orthopädische Chirurgie und Vorstand der Abteilung und Poliklinik für Sportorthopädie an der Technischen Universität München.

Frage 1:

2001 wurden in Deutschland über 60.000 Wintersportverletzte registriert, im Durchschnitt mit 10 Tagen Klinikaufenthalt - in der Wintersport-Oase Österreich gibt es sogar ca. 90.000 Verletzte pro Saison, davon 67.000 mit Krankenhaus-Aufenthalt. Daraus entstehen den Krankenkassen Kosten in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Die Zahlen scheinen sehr hoch. Wie sehen Sie die Entwicklung von Verletzungen im Wintersport in den letzten Jahren, Dr. Hörterer/Prof. Imhoff?

O-Ton Dr. Hörterer (40 Sekunden)

Also ich sehe die Zahlen zunächst überhaupt nicht erschreckend, auf den ersten Blick mag es vielleicht so wirken, aber wenn man sich mit den Untersuchungen und Statistiken der letzten 25 Jahre beschäftigt, dann zeigt sich, dass das Verletzungsrisiko im alpinen Skisport um rund 40% zurückgegangen ist. Die Zahl der stationär versorgten Patienten ist ungefähr um 25% zurückgegangen. Die mittlere Aufenthaltsdauer im Krankenhaus bei schweren Verletzungen hat sich ungefähr halbiert. Also man kann ganz klar sagen, dass der alpine Skisport kein gefährlicher Sport ist.

Frage 2:

Neben dem klassischen Ski-Langlauf und Ski alpin gibt es viele Trendsportarten wie Snowboard, Carving und Freeskiing, die von immer mehr begeisterten Freizeitsportlern ausgeübt werden. Gibt es sportarttypische Verletzungen? Gibt es Wege, sie zu vermeiden oder den Körper im Vorfeld besser auf die jeweilige Sportart vorzubereiten?

O-Ton Prof. Imhoff (61 Sekunden)

Die typischen Trendsportsarten wie Snowboard oder Carving haben klare Verletzungsmuster hinterlassen. Das sind vorwiegend Verletzungen durch Stürze auf die oberen Extremitäten in Folge höherer Geschwindigkeit. Wir haben also mehr Schulterverletzungen als früher, aber wir haben weniger Knieverletzungen beim Snowboard. Früher waren Kniebrüche bzw. Unterschenkelbrüche häufiger und Fußverletzungen, das ist fast nicht mehr der Fall. Beim Carving sind es eher wieder Knieverletzungen, weil wir mit relativ hoher Geschwindigkeit in der Kurve auf den Kanten fahren, d.h. man muss wirklich carven, man muss die Muskulatur benutzen und diese Rotationskräfte, die dann auf das Knie wirken, die führen da zu Verletzungen des vorderen Kreuzbandes oder Miniskus oder Knochenverletzungen. Zum Glück können wir fast sagen, carven viele Leute nicht richtig, sondern rutschen immer noch um die Kurve, d.h. damit haben wir nicht so diese Verletzungen in dem Ausmaße wie wir sie hätten, wenn alle carven würden.

Frage 6:

Für viele ist die Vorstellung eines Klinikaufenthalts der blanke Horror...Einige Klischees gelten noch immer: ewige Rehabilitationszeit, kaum Besuch, Langeweile, schlechtes Essen... Wie sieht es heute aus?

O-Ton Dr. Hörterer (47 Sekunden)

Wir sind in der unserer Rehabilitationsklinik im MEDICAL PARK in Bad Wiessee schon vor 10 Jahren ganz andere Wege gegangen. Wir haben uns gefragt, warum muss denn ein Klinikessen schlecht schmecken, warum muss denn eine typische Klinikatmosphäre herrschen? Kann man das Ambiente nicht besser gestalten? Also hier, denke ich, macht man sich sehr viele Gedanken, um doch den psychosozialen Faktor, der auf alle Fälle eine Rolle spielt, wesentlich zu verbessern. Und ich denke, dass hier sehr viele Möglichkeiten bestehen, dem Patienten die Angst zu nehmen und den Klinikaufenthalt durch entsprechende Gespräche und Aufklärung wirklich gut zu gestalten.

Abmoderation: Damit diese neuen Erkenntnisse auch allen Betroffenen zugute kommen, haben die Abteilung und Poliklinik für Sportorthopädie der TU München, der MEDICAL PARK BAD WIESSEE ST. HUBERTUS und die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau bereits zum 8. Mal einen internationalen Kongress für Wintersportmedizin organisiert. Von 2.-5. Februar 2006, läuft das Programm für chirurgisch und internistisch spezialisierte Ärzte, Physiotherapeuten und andere, die sich mit diesem Fachgebiet befassen und selber gerne Wintersport treiben mit Vorträgen, Workshops und natürlich Skirennen u. a in Garmisch-Partenkirchen. Vorab schon mal der Appell an alle Wintersportler - halten Sie sich an Ihre guten Vorsätze für 2006: Nehmen Sie Ihre Gesundheit ernst und machen Sie sich startklar für die Piste! Und im schlimmsten Fall sind hochkompetente Retter für Sie da...

Ansprechpartner:

Jan Liepold
LoeschHundLiepold Kommunikation GmbH
Lindwurmstrasse 124
D-80337 München
Tel.: 089/72 01 87-12
Fax.: 089/72 01 87-20
Email: j.liepold@lhlk.de


Mit freundlicher Empfehlung von
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