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Arzneimittelausgaben 2005: Ursachen der Mehrausgaben
(veröffentlicht von Redaktion)

Pressespiegel

30.01.2006 - 16:47 Uhr

Berlin (ots) - Die Gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr insgesamt rund 140 Milliarden Euro für die Ausgaben im Gesundheitsbereich ausgegeben. Davon entfielen 23,4 Milliarden auf die Versorgung mit Arzneimitteln. Dies sind 3,3 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2004. Diese Zahlen veröffentlichte heute die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
Die Aufwendungen in 2005 für Arzneimittel teilten sich die Bereiche Pharmazeutische Industrie mit 15,3 Milliarden und Mehrwertsteuer mit 3,2 Milliarden Euro. Die Apotheken und der pharmazeutische Großhandel kamen gemeinsam auf 4,9 Milliarden Euro.


2005 schwankten die Monatsausgaben stark. So waren die Arzneimittelausgaben im Januar noch um beachtliche 29 Prozent gestiegen, im Dezember hingegen erreichte die Steigerung sieben Prozent. Im Jahresmittel lagen die Steigerungsraten bei 16,3 Prozent.

Der  Ausgabenzuwachs von 3,3 Milliarden Euro setzt sich folgendermaßen zusammen:

- Struktureffekt: Plus 1.488 Millionen Euro Unter dem "Struktureffekt" subsummiert sich eine Vielzahl von Einflussgrößen ( etwa Therapieumstellungen auf neue Arzneimittel oder andere Packungsgrößen)

- Absenkung des Herstellerabschlags: Plus 910 Millionen Euro Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben wurden die Abschläge der Industrie an die Krankenkassen zum 1.1.2005 gesenkt, dies führte zu den Mehrausgaben.

- Verordnungszuwachs: Plus 524 Millionen Euro Im vergangenen Jahr haben die Ärzte knapp fünf Prozent mehr Arzneimittel verordnet. Ein Grund hierfür dürfte die zunehmende Verlagerung von stationärer Behandlung in den ambulanten Sektor sein.

- "Statistischer Basiseffekt": Plus 350 Millionen Euro Die Ankündigung einer großen  Gesundheitsreform hatte im letzten Quartal 2003 zu erheblichen Vorzieheffekten geführt, die beim Vergleich von 2005 mit 2004 berücksichtigt werden müssen.

- erhöhte Zuzahlungsbefreiungen: Plus 345 Millionen Euro Insgesamt wurden in 2005 mehr Versicherte von den Zuzahlungen befreit. Diese Entlastung der Patienten bedeutet dementsprechende Mehrausgaben für die Krankenkassen.

- Preiserhöhungen: Plus 72 Millionen Euro Preiserhöhungen bei Arzneimitteln ohne Festbetrag.

- Absenkung des Apothekenabschlages: Plus 34 Millionen Euro Aufgrund der Vorgaben des Gesundheitsreformgesetzes hätte in 2005 der Apothekenabschlag an die Krankenkassen um 390 Millionen Euro gesenkt werden müssen. Tatsächlich wurde er jedoch nur um 34 Millionen reduziert. Die Differenz von über 350 Millionen Euro ist ein Solidarbeitrag der Apotheken an die gesetzlichen Krankenkassen.

- neue Festbeträge: Minus 440 Millionen Euro Die Entlastung der Krankenkassen durch neue Arzneimittelfestbeträge schreitet deutlich langsamer voran als vom Gesetzgeber geplant. Die Entlastung fällt deshalb mit 440 Millionen Euro geringer als ursprünglich geplant aus.

Pressekontakt:
Annette Rogalla
Pressesprecherin
Tel.: 030 40004-132
Fax:  030 40004-133
E-Mail: pressestelle@abda.de
www.abda.de


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