MED-Magazin.de

Info

HomeProfilTippPartnerNewsPressForumNetMediaSpezialAngebotPraxen und KlinikenKontakt
 
Aktion Schmerz 60+
(veröffentlicht von Redaktion)

Pressespiegel

Aktion Schmerz 60plus: Vorsicht, Grapefruitsaft ist nicht immer gesund / Arzneimittelwechselwirkungen möglich / Therapiesicherheit für Schmerzpatienten durch Hydromorphon
 
23.01.2006 - 06:00 Uhr

Limburg (ots) - In der kalten Jahrszeit trinken viele Menschen Grapefruitsaft, um sich durch die Vitamine vor einer Erkältungen zu schützen. Doch wer hätte gedacht, dass der Fruchtsaft auch unerwünschte Wirkungen haben kann? Dies zeigt eine Studie von Amy M. Karch, die in der Fachzeitschrift "American Journal of Nursing" veröffentlicht wurde: "Nimmt ein Patient ein Medikament und trinkt regelmäßig Grapefruitsaft, kann dies zu einem gefährlichen Anstieg des Wirkstoffs im Blut führen", so die Wissenschaftlerin. Sie beschreibt einen Patienten, bei dem sich die Muskelfasern anfingen aufzulösen.


Der Grund: Er nahm den Cholesterinsenker Atorvastatin ein und trank pro Tag größere Mengen Grapefruitsaft. Da das Medikament wie viele andere Arzneimittel über ein System mit dem Namen Cytochrom P450 abgebaut wird und Inhaltsstoffe des Grapefruitsafts dessen Aktivität vermindern, steigt die Konzentration des cholesterinsenkenden Mittels im Blut stark an. Dies kann die Muskelfasern schädigen und dadurch zu einer lebensbedrohlichen Situation führen.

Um derartige Wechselwirkungen zu vermeiden, empfiehlt die Aktion Schmerz 60plus bei älteren Schmerzpatienten mit mehreren Grunderkrankungen Medikamente, die nicht über das Cytochrom P450 abgebaut werden. Dazu gehört zum Beispiel das Schmerzmittel Hydromorphon. Denn zusätzlich zur Schmerzkrankheit sind bei ihnen durchschnittlich fünf Organsysteme erkrankt und sie nehmen pro Tag etwa sieben verschiedene Medikamente ein. Diese können durch Grapefruitsaft beeinflusst werden. Das betrifft auch viele Schmerzmittel wie Tramadol, Fentanyl oder Morphin. Ideal für diese Patienten ist das starke Opioid Hydromorphon. Es wird im Körper anders abgebaut. Das Risiko für Wechselwirkungen mit Grapefruitsaft oder Arzneien ist somit minimal.

Das Ziel der Aktion Schmerz 60plus ist es, Ärzte und Patienten für die Problematik von Arzneimittel-Wechselwirkungen zu sensibilisieren. "Denn die meisten Substanzen werden durch das in Leber und Darm lokalisierte Cytochrom P450 verstoffwechselt, so dass es zu Wechselwirkungen kommt, wenn ein Patient mehrere Medikamente einnimmt", erklärt Dr. Uwe Junker, Mitglied des vierköpfigen Wissenschaftlichen Beirats der Aktion, "jedoch wird oft vergessen, dass auch einige Lebensmittel wie Grapefruitsaft die Wirkung von Medikamenten beeinflussen". Da die Inhaltsstoffe des Saftes das Enzymsystem hemmen, kann es zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen, wenn die Konzentration des Medikaments im Blut ansteigt.

Arzneimittel-Wechselwirkungen

Diese Zusammenhänge sind besonders für die medikamentöse Schmerztherapie älterer Patienten wichtig, denn sie nehmen häufig bereits vor Beginn der Behandlung viele verschiedene Medikamente ein. Zudem funktionieren Leber und Niere nicht mehr so gut wie beim gesunden 30-Jährigen. Die Gefahr der Anhäufung und Wechselwirkung von Arzneien ist groß. Nimmt ein Patient also ein Schmerzmittel, das über das Cytochrom-System abgebaut wird und trinkt Grapefruitsaft, kann es zur Wirkstofferhöhung und damit zu einer Überdosierung kommen. 

Grapefruit und Hydromorphon sind möglich

"Das ideale Schmerzmittel für ältere Patienten, die starke Schmerzen haben, an mehreren Erkrankungen leiden und deshalb mehrere Medikamente einnehmen, wird Cytochrom-unabhängig abgebaut", erklärt der Schmerzexperte Junker. Dazu gehört beispielsweise das Stufe-III-Opioid Hydromorphon. Da der Körper den Wirkstoff auf andere Art abbaut, kommt es zu keinen Wechselwirkungen mit weiteren Medikamenten. Auch Grapefruitsaft kann bedenkenlos getrunken werden. Zudem wird Hydromorphon durch die Retard-Formulierung nur langsam freigesetzt und ermöglicht mit zwei Kapseln am Tag eine effektive Schmerzlinderung rund um die Uhr. Die Dosierung kann flexibel an die Schmerzstärke angepasst werden. "Patienten, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten dennoch auf Grapefruitsaft verzichten und andere Fruchtsäfte trinken", so der Rat des Wissenschaftlichen Beirats der Aktion Schmerz 60plus.

Weitere Infos und Zusendung der Broschüre "Schmerz 60plus / Eine Aktion gegen Schmerzen im Alter" (kostenlos) unter:
http://www.schmerz60plus.de/ oder Postfach 1350, 65553 Limburg

Wissenschaftlicher Beirat der Aktion Schmerz 60plus:
Prof. Dr. med. Roland Hardt, Chefarzt der Geriatrischen Klinik, Geriatrische Schlaganfalleinheit, Katholisches Klinikum Mainz, St. Hildegardis-Krankenhaus, Mainz / Dr. med. Uwe Junker, Chefarzt der Abteilung Spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin am Sana Klinikum Remscheid, Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhruniversität Bochum, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. / Dr. med. Thomas Nolte, Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden, Hospiz Advena, Kinderhospiz Bärenherz, Vizepräsident Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. / Prof. Dr. med. Eberhard Klaschik, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V., Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin, Palliativmedizin und Schmerztherapie am Malteser-Krankenhaus in Bonn-Hardtberg, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Herausgeber:
Aktion Schmerz 60plus
Postfach 1350, 65553 Limburg
http://www.schmerz60plus.de/
unterstützt von Mundipharma GmbH

Pressekontakt:
Dorothea Küsters Life Science Communications GmbH,
Oberlindau 80-82, 60323 Frankfurt/M,
Jutta Bednarz; Petra Wollburg,
T: 069 / 61 998-15; -23; F: 069 / 61 998-10
bednarz@dkcommunications.de, wollburg@dkcommunications.de


Mit freundlicher Empfehlung von
MED-Magazin.de (http://www.medmagazin.de/)













vorheriger Beitrag | Beitrags-Übersicht | nächster Beitrag


 

     MED-Fernsehen


     MED-Verzeichnis


Arzt, Praxis oder Klinik

oder Region

oder Name (Arzt, Praxis bzw. Klinik)

     ICD-10


MED-Magazin, c/o showmedia - Kirchbergstr. 5a - 82449 Uffing am Staffelsee - Kontakt
Alle Logos, Warenzeichen und Texte auf dieser Seite sind geschützt durch ihre Eigentümer.
Die Beiträge und Kommentare sind Meinungen der Benutzer.

Impressum

MED-Magazin GEOURL


© 2005-2015 system & design showmedia



Google PageRank 4/10 MED-Magazin Mobil MED-RSS2PDF MED-News-RSS