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Sechs Irrtümer in Sachen Verhütung

  veröffentlicht von Redaktion

Pressespiegel


15.05.2008 | 10:35 Uhr - Oberschleißheim (ots) - Die Pille ist das sicherste Verhütungsmittel. FALSCH! Inzwischen gibt es verschiedene Verhütungsmittel, die genauso sicher sind wie die Pille und noch weitere Vorteile bieten, wie z. B. eine geringe Hormondosierung: So ist der Verhütungsring das Kombinationspräparat mit der konstant niedrigsten Östrogendosis. GUT ZU WISSEN: Die Sicherheit einer Verhütungsmethode (bei korrekter Anwendung) wird mit dem Pearl Index (PI) bestimmt. Je kleiner der Wert, desto sicherer die Methode. Zum Vergleich: Der PI der Kombi-Pille beträgt 0,1-1,0. Der Wert des Verhütungsrings liegt bei 0,65.


Stillen schützt vor Schwangerschaft.

FALSCH! Schon bei Stillpausen ab vier Stunden kann die Konzentration des Hormons Prolaktin (sorgt für die Milchproduktion und hemmt den Eisprung), so weit absinken, dass es zum Eisprung kommt.

GUT ZU WISSEN: Stillende Frauen, sollten keine Verhütungsmittel nutzen, die Östrogen enthalten. Das Hormon kann die Muttermilch beeinflussen. Gut geeignet ist z. B. die östrogenfreie Pille. Sie wirkt so sicher wie eine Kombi-Pille und ist so verträglich wie herkömmliche Minipillen. Großer Vorteil: ein flexibleres Zeitfenster für die Einnahme von bis zu zwölf Stunden.

Pille vergessen: Einmal ist keinmal.

KOMMT DRAUF AN... Besonders in der ersten und dritten Einnahmewoche ist Vorsicht geboten. Wenn die Einnahme nicht innerhalb von zwölf Stunden nachgeholt wurde, sollte zusätzlich (z. B. mit Kondom) verhütet werden.

GUT ZU WISSEN: Es gibt sichere Alternativen, die nicht täglich angewendet werden müssen: Der Verhütungsring wird nur einmal pro Monat von der Frau selbst die Scheide eingelegt und bleibt dort drei Wochen. Das Verhütungsstäbchen wirkt sogar drei Jahre lang und Spiralen drei bis fünf Jahre.

Lange Zeit hormonell verhüten bedeutet, lange auf Nachwuchs warten.

KOMMT DRAUF AN... Die meisten hormonellen Verhütungsmethoden wirken sich nicht negativ auf die Fruchtbarkeit aus. Sie erhalten die Eierstockfunktion in dem Zustand, der vor Beginn der Anwendung bestanden hat. Wie schnell die Fruchtbarkeit zurückkehrt, hängt auch von der Hormondosierung des Verhütungsmittels ab.

GUT ZU WISSEN: Bei der 3-Monats-Spritze kann es bis zu einem Jahr dauern, bis der Eisprung wieder einsetzt. Nach Absetzen des Verhütungsrings, der mit einer geringen Hormondosierung auskommt, beträgt die mediane Zeitdauer bis zum Eisprung nur 19 Tage.

Antibiotika machen hormonelle Verhütungsmittel unwirksam.

KOMMT DRAUF AN... Die Pille wirkt bei der Einnahme von Antibiotika nicht mehr zuverlässig. Deshalb sollte während der Einnahme und weitere sieben Tage nach Absetzen zusätzlich verhütet werden, z. B. mit Kondom.

GUT ZU WISSEN: Eine Studie zeigt, dass der Verhütungsring auch während der Einnahme der gängigen Breitbandantibiotika Amoxicillin und Doxycyclin noch zuverlässig wirkt.*

Während der Periode ist keine Verhütung nötig.

FALSCH! Normalerweise findet der Eisprung etwa 14 Tage vor der nächsten Regelblutung statt - also in der Zyklusmitte. Verschiebt sich der Eisprung jedoch, könnte Sex ohne Verhütung während der Regel Folgen haben: Weil Spermien bis zu sieben Tage im Eileiter oder in der Gebärmutter überleben können, ist auch noch Tage später eine Befruchtung möglich. Mit hormonellen Verhütungsmitteln ist die Frau jedoch durchgehend, auch während ihrer Periode, geschützt.

*Quelle: Dogterom et al., Clin Pharmacokinet 2005; 44 (4): 429-438

Pressekontakt:

Dana Hoch
PR-Beratung (komm.passion GmbH)
Tel.: +49 40 423 240-84
E-Mail: dana.hoch@komm-passion.de

Sandra Peter
Unternehmenskommunikation Organon
Tel.: +49 89 31562-202
E-Mail: s.peter@organon.de



Mit freundlicher Empfehlung von
MED-Magazin.de (http://www.medmagazin.de/)



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