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Patientenverunsicherung durch abgestimmtes Anbieterverhalten bei Hilfsmitteln

  veröffentlicht von Redaktion

Pressespiegel

Bundeskartellamt rügt Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik/ Patientenverunsicherung durch abgestimmtes Anbieterverhalten bei Hilfsmitteln
12.09.2005 - 09:12 Uhr
 
Bergisch Gladbach (ots) - Bergisch Gladbach. Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen begrüßen die Auffassung des Bundeskartellamtes, dass die vom Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik veröffentlichten „Preisempfehlungen“ für Hilfsmittel kartellrechtswidrig seien.

Diese Entscheidung sei ein wesentlicher Beitrag zu mehr Wettbewerb und zum Schutz der Versicherten vor finanzieller Überforderung.

Der Bundesinnungsverband hatte eine Musterberechnung für "wirtschaftliche Abgabepreise“ für Hilfsmittel zur Kompressionstherapie, Einlagen sowie für Stoma- und Inkontinenzprodukte veröffentlicht. Die Abgabepreise lagen weit über den von den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen festgesetzten Festbeträgen. Die Differenz zwischen Festbetrag und Abgabepreis des Hilfsmittelanbieters muss von den Versicherten getragen werden. Die Kalkulationsempfehlung wurde vom Bundeskartellamt gerügt. Das Bundeskartellamt sah hierin eine verbotene Preisabsprache zwischen verschiedenen Orthopädie- Technikern für die genannten Hilfsmittel. Der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik musste nun seine Kalkulationsempfehlungen widerrufen.

Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen werten die Entscheidung als Erfolg für ihre Versicherten und werden auch weiterhin darauf hinwirken, dass künftig unnötige finanzielle Belastungen und unzulässige Verunsicherung der Versicherten von Seiten der Orthopädietechniker unterbleiben. Den Versicherten wird weiterhin empfohlen, Aufzahlungsforderungen von Hilfsmittelanbietern nicht einfach hinzunehmen. Die Versicherten sollten auf jeden Fall einen Preisvergleich bei mehreren Anbietern vornehmen, um Aufzahlungen zu vermeiden. Beratung und Unterstützung bei der Suche nach aufzahlungsfrei liefernden Hilfsmittelanbietern erhalten die Versicherten bei ihrer Krankenkasse.

Diese Pressemitteilung finden Sie auch im Internet unter www.gkv.info 


Kontakt:
IKK-Bundesverband
Pressesprecher: Joachim Odenbach
Tel.: 02204 44-111
Fax:  02204 44-455
e-mail: joachim.odenbach@bv.ikk.de 

________________________________________

Mit freundlicher Empfehlung von
MED-Magazin.de (http://www.med-magazin.de/)



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