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Golf und Tennis – zwei Königssportarten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wie immer im Sport, tragen die Hauptlast aber die Füße.
Golfer und Tennisspieler argumentieren gern, dass sie sich bewegen, meist in der Natur, und damit dem Körper Gutes tun. Vergessen wird dabei, dass für ein erfreuliches Ergebnis im Sport Kraft und Ausdauer nötig sind. Doch wie viel ist davon noch übrig nach einem harten Arbeitstag? „Ich wünsche mir, dass Freizeitsport als Ausgleich, Spaß und Freude an der Bewegung angesehen wird“, sagt der Sportmediziner und orthopädische Chirurg Christian Kinast. Golf und Tennis bringen so manchen Hobby-Crack hervor, und die Füße leiden durch Umknicken, Vertreten oder Verstauchen. Was tut der Mensch dann für sie? Bandagen, Umschläge, hochlegen, vorübergehende Ruhe – und schon geht es in die nächste Runde. Beim ersten tiefen Schmerzempfinden werden wir endlich wach – ob Fersen- oder Achillessehnenschmerz, Beeinträchtigung der Sprunggelenksstabilität oder beginnende Deformierungen beispielsweise der Zehen. Golfer und Tennisspieler können vorsorgen.
Der mehrere Stunden dauernde Gang über den Golfplatz kann als dynamisches Spazierengehen empfunden werden, der weiche Untergrund mit Steigungen und Unebenheiten ist Balsam für die Füße. Doch in erster Linie kommt es auf das passende Schuhwerk an. Faustregel von Experte Kinast: „Der Schuh sollte immer eine Daumenbreite länger als der längste Zeh sein. Bei der Breite sollte der kleine Finger neben dem Kleinzehenballen Platz im Schuh haben. Ebenso muss der Halt für den Mittelfuß garantiert sein. Die Fersenkappe muss der Fersenform angepasst sein, d. h. nicht zu eng oder zu weit. Nicht so niedrig, dass die Ferse herausschlüpft, aber auch nicht so hoch, so dass die Achillessehne gereizt wird. Neue Schuhe nie im Turnier tragen, sondern erst im Training einlaufen.
Auch orthopädische Einlagen dürfen anfangs nur im Training getragen werden. Die Socken nicht vergessen, unterschiedliche Socken verändern die Passform von Schuh und Einlage.“ Für viele gilt aber in der Schuhwahl nach wie vor Design vor Funktion. Deshalb müssen müde und geschundene Füße schnell wieder flott gemacht werden. Wenn die Zehenkuppen gerötet sind oder nach dem Tennisspiel die Nägel blutunterlaufen: den Daumen vor den im Schuh liegenden längsten Zeh halten. Ragt der Daumen über den Schuhrand hinaus, dann ist der Schuh zu klein. Schnelligkeit im Tennis und Ausdauer im Golf sind die Schlüssel zum Erfolg. Gleichwertige Belastung beider Füße, Knie leucht gebeugt, Wadenmuskulatur gut gedehnt, Sprunggelenk beweglich – der Auf- oder Abschlag kann kommen.
Golf Aktuell, 08/05
ZENTRUM FÜR CHIRURGIE UND THERAPIE FUSS & SPRUNGGELENK Prof. Dr. med. Johannes Hamel Dr. med. Christian Kinast Schützenstr. 5 D-80335 München Tel. 49 89 55 25 11- 0 Fax +49 89 55 25 11- 55 e-Mail: info@fuss-center.de Internet: http://www.fuss-center.de/
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