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Das Wort „Schlägerfitting“ ist bei Golfern in aller Munde. Aber sind die Spieler eigentlich auch selbst körperlich fit genug für Golf? Gerade zu Saisonbeginn zwickt und zwackt es oft im Rücken, das Knie schmerzt, die Achillessehne zieht. Die lange Winterpause fordert ihren Tribut.
Unser Bewegungsapparat besteht bekanntermaßen aus Muskeln, Sehnen, Knochen, Gelenken und einem hoch komplizierten Nervensystem – ein komplexes Zusammenspiel, das schon nach wenigen Wochen körperlicher Inaktivität deutlich gestört wird. Die Muskeln etwa werden dünner, die intra- und intermuskuläre Koordination nimmt ab. Folgen: Sie übersäuern und ziehen sich unkontrolliert zusammen, bilden Störzentren (so genannte Muskeltriggerpunkte – harte und schmerzende Muskelareale, die zu Fehlhaltungen führen).
Behandelt werden diese Triggerpunkte übrigens mit Massagen, Injektionen, Akupunktur und der jetzt neu in diesem Gebiet eingesetzten Triggerstosswellentherapie. Die empfindlichen, schlechter durchbluteten Sehnen wiederum können schon nach relativ kurzen Pausen überlastet werden – ebenso wie die Knochen, bei denen es durch andauernde Überlastung schnell zu Ermüdungsfrakturen kommen kann. Schließlich die Gelenke mit ihren degenerativen Veränderungen: sie schmerzen, der Knorpel ist eingerissen und verschlissen, die Gelenk-Innenhaut schwillt an und produziert zu viel von der Gelenkschmiere, das Gelenk ist geschwollen.
Allen Gelenken gemeinsam ist der hyaline Knorpel. Durch Verletzungen und durch Alterung reißt die Knorpeloberfläche ein. Kleine Bruchstücke des Knorpels führen zur Entzündung der Gelenk-Innenhaut. Nun gibt es jedoch viele therapeutische Maßnahmen. Mit gezielten Einspritzungen in das Gelenk können Entzündungshemmer und Knorpelschutzpräparate zur Rückbildung der Reizung führen. Hyaluronsäurepräparate bieten dem schmerzgeplagten Golfer ebenfalls Reizminderung und dem Knorpel verbesserte Ernährung und Gleiteigenschaften.
So wie jeder Golfer um eine ebenso genussvolle wie gesunde Ernährung zur Steigerung seiner Leistungsfähigkeit bemüht ist, so verlangen auch seine Gelenke (und hier speziell der Knorpel) eine bestmögliche Ausgangsbasis. Seinem Knorpel Gutes tut, wer ihm hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel zukommen lässt.
Schmerzen und Reizungen können mit Quarkumschlägen, Arnika, Teufelskralle sowie Diclofenac oder Ibuprofen in Tablettenform oder als Creme gelindert werden. Sehr wichtig ist das begleitende, ausbalancierte Krafttraining und Stretching, um auf das Gelenk einwirkende Kräfte zu reduzieren. Jeder Golfer sollte heute wissen, wo sein Körper gesundheitlich steht – und notfalls eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) vornehmen lassen. Sie ermöglicht eine rasche Säuberung von stark geschädigten Gelenken. Knorpelbruchstücke und Meniskusanteile am Knie und einklemmende überschießende Gelenkhautanteile am Sprunggelenk können so entfernt werden.
Fazit: Nicht nur bei den Schlägern, sondern gerade auch beim Körper sollte man an ein Fitting denken.
Golf-Aktuell, 03/05
ZENTRUM FÜR CHIRURGIE UND THERAPIE FUSS & SPRUNGGELENK Prof. Dr. med. Johannes Hamel Dr. med. Christian Kinast Schützenstr. 5 D-80335 München Tel. +49 89 55 25 11- 0 Fax +49 89 55 25 11- 55 e-Mail: info@fuss-center.de Internet: http://www.fuss-center.de/
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