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München: Interview mit Patientin zu Hallux Valgus

  veröffentlicht von Redaktion

Press

Datum: 25.03.2005 / 11:00:50

Fuss-Center sprach mit der 32-jährigen Patientin Gabriele Köhler am 2. Tag nach einer Operation eines Hallux Valgus im Krankenhaus Josephinum in München.

Wie geht es Ihnen und Ihrem operierten Fuß jetzt in diesem Augenblick?
Fr. Köhler: Wirklich gut, keine Schmerzen, kein Aua-Gefühl, nur ein leichtes Brennen am Außenzeh. Selbst im Aufwachstadium nach der Narkose ging es mir bereits gut. Ich trage meinen Spezialschuh, der leicht und bequem ist, weil ich meinen Fuß nicht abrollen darf und verlasse nur zum Toilettengang das Bett, um es möglichst schnell zu schaffen, dass die Schwellung abnimmt.

Wie waren Ihre Gefühle bis zum OP-Tag?
Fr. Köhler: Ich habe mich von Anfang an sehr gut aufgehoben gefühlt, es war eine angenehme und vertraute Atmosphäre und alle meine Fragen wurden mir beantwortet. Das alles stimmte mich auch positiv und ich war erleichtert als meine Entscheidung für die Operation gefallen war. Ängste hatte ich nur bei der Narkose und natürlich beim Trennungsschmerz gegenüber meinen beiden kleinen Kindern.

Haben Sie sich den jetzigen gesundheitlichen Zustand aufgrund von Beratung und Gesprächen so vorgestellt?
Fr. Köhler: Der Orthopäde in meinem Heimatort hat mich gebeten, zum Spezialisten zu gehen. Dort erhielt ich den Rat zur baldigen Operation. Bei mir hätten Einlagen keine Verbesserung gebracht. Zuerst sollte ich aber das Gespräch über eine Operation wirken lassen und es mir genau überlegen. Dafür waren ca. 3 Monate Zeit. Mit den Informationen aus dem ersten Beratungsgespräch war ich sicher, dass der frühere Zustand erreicht wird, bevor eben eine Operation für meinen Fuß erforderlich geworden ist. Es wurde mir in einem weiteren Gespräch genau erklärt, wie vorgegangen wird. Ich habe mir die Zuckerschrauben angeschaut und wir sind alles durchgegangen von der OP-Vorbereitung bis zum Aufwachen und späteren Verhaltensregeln. Was mich erwartet, wurde mir sehr gut vermittelt. Bis jetzt warte ich auf den Wundschmerz, aber er kommt nicht. Das ist für mich wirklich überraschend, aber natürlich sehr erfreulich.

Was war der Anlass, dass Sie sich für eine Operation entschieden haben?
Fr. Köhler: Ständige Schmerzen am Ballen, beim Tragen von engeren Schuhen wie z. B. beim Tanzen, Bergwandern oder Skifahren. Dann kam noch der ästhetische Aspekt dazu und natürlich das Ausbeulen beim Tragen von leichteren Schuhen.

Welchen sehnlichsten Wunsch hatten Sie für die Zeit nach der Operation?
Fr. Köhler: Dass es mir gut geht und ich im Aufwachstadium keine Probleme habe und vor allem, dass der Wundschmerz nicht so schlimm ist. Ich möchte wieder schöne Bergtouren machen können, z. B. auf den Wendelstein – ohne Pflaster und Gelkissen und Humpelei und dass ich mir wieder etwas zumuten kann, ohne dass es gleich wieder zu viel des Guten ist.

Welche Einstellung müsste Ihrer Meinung nach eine Patientin für eine Hallux valgus-Operation haben, um genau so glücklich zu sein, wie Sie?
Fr. Köhler: Sie muss überzeugt sein, dass ihr Leben nach der Operation lebenswerter und vielseitiger ist. Alle Einschränkungen von vorher sind nachher aufgelöst. Ganz wichtig sollte für sie sein, dass das richtige Vertrauensverhältnis zum Arzt durch die Gespräche aufgebaut wird. Man liefert sich ja aus und hofft, dass alles gut gehen wird.

Wie wird sich Ihr Leben ohne Hallux valgus in Zukunft verändern – privat, beruflich, sportlich etc.?
Fr. Köhler: Als Mutter und Hausfrau kann ich bei Besorgungen, Ausflügen und Spaziergängen, z. B. mit den Kindern mich endlich wieder richtig und frei bewegen. Bei meinen sportlichen Aktivitäten, wie Tanzen, Wandern, Aerobic und Skifahren werde ich sicher einen größeren Bewegungsspielraum haben.

Fuss-Center-Redaktion


ZENTRUM FÜR CHIRURGIE UND THERAPIE
FUSS & SPRUNGGELENK
Prof. Dr. med. Johannes Hamel
Dr. med. Christian Kinast
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