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Den Schmerz verlernen
(veröffentlicht von Redaktion)

Pressespiegel

Die Entdeckung des "Schmerzgedächtnisses" hat die Behandlungsmöglichkeiten verbessert

31.08.2011 | 08:00 Uhr - Baierbrunn (ots) - Warum setzen sich chronische Schmerzen so fest und wiederstehen so hartnäckig der Behandlung? Weil es das "Schmerzgedächtnis" gibt, sagt Professor Walter Zieglgänsberger, der diesen Begriff geprägt hat. Anhaltende Schmerzreize hinterlassen sehr schnell bleibende Spuren im Gehirn. "Die Reizübertragung funktioniert jetzt so effektiv, dass die Nervenzellen schon bei schwachen oder sogar ganz ohne auslösende Reize Schmerzsignale an ...


das Gehirn leiten", erklärt Zieglgänsberger in der "Apotheken Umschau". Neue Forschungsergebnisse hätten gezeigt, dass chronischer Schmerz nicht nur die Funktion von Gehirnzellen verändert, sondern auch ihre Feinstruktur. Dies kann eventuell die geistige Leistungsfähigkeit einschränken und bleibende Schäden verursachen. Ständige Schmerzen sind purer Stress, der unter anderem zu hohem Blutdruck, Herzproblemen, verspannten Muskeln und Schlafproblemen führt", so der Schmerz-Forscher. Irgendwann bestimme die Angst vor dem Schmerz das ganze Leben.

Die Entdeckung des Schmerzgedächtnisses hat zu der Empfehlung geführt, Schmerzen frühzeitig und wenn nötig auch mit hoch dosierten Medikamenten zu blocken. "Auch bei den meist banalen akuten Rückenschmerzen sollten wir ohne lange zu zögern kurzzeitig ein Schmerzmittel geben", erklärt Zieglgänsberger, "weil sich sonst möglicherweise ein Schmerzgedächtnis entwickelt." Habe es sich aber bereits festgesetzt, müsse vor allem die Angst abgebaut werden. Der Patient müsse verstehen, dass sein chronischer Schmerz etwas Gelerntes ist.

Ziel der Therapie ist dann das das "Relearning" - verlernen des Schmerzes. "Ohne Mitarbeit des Patienten ist das nicht möglich", so Zieglgänsberger. Der behandelnde Arzt müsse an der Lebenswelt des Patienten anknüpfen und mit ihm Aufgaben konzipieren, die dieser auch gern und mit Erfolgsaussicht realisieren kann. Statt ein Schmerztagebuch zu führen, solle der Patient etwa fortan besser aufschreiben, was er wieder kann. Schmerzmittel können weiterhin nötig sein, sollen langfristig aber reduziert werden. Begleitende Maßnahmen wie Psycho- und Physiotherapie empfiehlt Zieglgänsberger fortzusetzen. Manche Patienten können trotzdem nicht auf vollständige Heilung hoffen. "Wie bei anderen chronischen Erkrankungen kann eine Schmerztherapie eventuell zur Dauertherapie werden."

Viele Informationen zum Schmerz finden Sie auf www.apotheken-umschau.de/Schmerz 

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Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 9/2011 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Pressekontakt:
Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
http://www.wortundbildverlag.de/
http://www.apotheken-umschau.de/


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