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Deutsche AIDS-Stiftung fordert eine stärkere Förderung der AIDS-Impfstoffforschung durch die G8-Mitgliedsstaaten 17.05.2005 - 13:33 Uhr Bonn (ots) - Bonn, 17. Mai 2005 – Vom 6. bis 8. Juli treffen die Regierungschefs der acht größten Industriestaaten in Gleneagles, Schottland, zum G8- Gipfel zusammen. Zum Welt-AIDS-Impfstoff-Tag unterstützt die Deutsche AIDS-Stiftung die Forderung der International AIDS Vaccine Initiative (IAVI) an die G8-Staaten nach einer stärkeren Förderung der AIDS-Impfstoffforschung. Die Bundesregierung sollte sich auf dem Gipfeltreffen einsetzen, um die Forschung nach AIDS-Impfstoffen zu beschleunigen und zu intensivieren.
„Neben den notwendigen weltweiten Präventionsmaßnahmen und Ausgaben für Therapie benötigen wir AIDS-Impfstoffe und Mikrobizide, um die Pandemie AIDS stoppen zu können,“ sagt Dr. Ulrich Heide, geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung. „Zur Zeit fließen weniger als ein Prozent aller Forschungsmittel zum Thema Gesundheit in die AIDS-Impfstoffforschung. Dies reicht nicht aus, um mittelfristig Impfstoffe gegen AIDS zu finden.“
Die Finanzierungslücke zwischen den aktuellen Ausgaben von ca. 400 bis 500 Millionen US Dollar und den benötigten 1,1 Milliarden US Dollar muss durch die G8-Mitglieder geschlossen werden. Die zusätzlichen Mittel sollten in die Grundlagenforschung, die angewandte Forschung, die Produktentwicklung und den Ausbau von Testgebieten für Impfstoffkandidaten in den am meisten von AIDS betroffenen Ländern fließen.
Es ist notwendig, bereits heute über die Bereitstellung eines potenziellen Impfstoffes nachzudenken. Nur die Industriestaaten sind in der Lage eine Finanzierungszusage für den Ankauf von Impfstoffen abzugeben. Nur wenn die Abgabe eines Impfstoffes preisgünstig erfolgt, wird er bei der betroffenen Bevölkerung in Afrika, Asien und Osteuropa eingesetzt werden können. Eine Finanzierungszusage bindet keine aktuellen Haushaltsmittel.
Die G8-Staaten sollten außerdem die Staaten der besonders betroffenen Länder in der AIDS-Forschung und bei der Einrichtung von Testgebieten für AIDS-Impfstoffkandidaten unterstützen. Ein intensiver Know-how-Transfer beschleunigt die AIDS-Forschung zum Nutzen aller Menschen.
„Millionen Menschen in Asien und Afrika, die jetzt noch HIV-negativ sind, haben nur dann eine Chance auf eine gesunde Zukunft, wenn die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen jetzt ein Zeichen setzen, AIDS entschlossen zu bekämpfen. Den Gipfelbeschlüssen müssen dann auch Taten folgen.“ Sagt Dr. Ulrich Heide vom Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung.
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