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Fuß-Magazin: Hallufix auf dem Münchener Fußtag 2006

  veröffentlicht von Redaktion

Fuss-Magazin

Hallux Valgus: Deutschlands geheimes Volksleiden / Über 10 Mio. Betroffene, davon rund 80 % Frauen - Neues Schienensystem "Hallufix" erlaubt erstmals schmerzfreies Gehen + verkürzt die Reha-Dauer

München, 27. Mai 2006 -"Füße haben für den Menschen eine noch größere Bedeutung als Reifen für Autos", erläutert Axel Krauss, "gleichwohl ist dies den meisten  nicht klar, während dagegen jeder wisse, dass der schnellste Ferrari mit Rollerreifen selbst für einen Michael Schumacher nutzlos wäre".  Vor diesem Hintergrund wundert es den Orthopädie-Techniker denn auch nicht, dass kaum jemand den Namen des quälenden Ballenzeh kenne, von dem immerhin mehr als zehn Millionen Menschen allein in Deutschland betroffen seien, davon rund 80 % Frauen. "Der höchst schmerzhafte ‚Hallux valgus' ist Deutschlands geheimes Volksleiden", betont Krauss. Beim ‚Hallux valgus' schiebt  sich der erste Mittelfußknochen nach außen und es entsteht ein sichtbar herausragender Ballen. Gleichzeitig wird die große Zehe seitlich gegen ihre Nachbarn gedrückt, die dann in Platznot geraten.


Bei diesem Leiden ist die neue ‚Hallufix'-Orthese* eine nachweislich wirksame Hilfe. Mit sechs Kernfunktionen ausgestattet bietet sie seinen Trägerinnen und Trägern bzw. Patienten gegenüber traditionellen Orthesen mehr als 20 Vorteile, darunter erstmals schmerzfreies Gehen bei der Fehlstellung der Großzehen und eine erhebliche Verkürzung der Reha-Dauer.

Ein ausgeprägter Ballenzeh passt in keinen normalen Schuh mehr, der Gelenkverschleiß (Arthrose) ist vorprogrammiert. "Dieses Problem kann jetzt mit der patentierten Weltneuheit ‚Hallufix' gelöst werden", erläuterte Axel Krauss, einer der Erfinder der neuen Hallux Valgus-Orthese in einem Pressegespräch anläßlich des Münchener Fußtages 2006 am 1. Juni in München. "Das patentierte Schienensystem ´Hallufix´, das in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer Gesellschaft entwickelt wurde, kann im Gegensatz zu traditionellen Orthesen erstmals in fast jedem Schuh getragen werden", ergänzt Marion Stolbinger von der Geschäfts-leitung der Hallufix GmbH, Kitzbühel. Die Hallufix-Orthese gegen das geheime Volksleiden Hallux Valgus integriert die Korrekturfunktion einer starren Nachtschiene und die Stützfunktion einer Einlage für das Mittelfußgewölbe in einem einzigen Produkt.

"Als vermeintliche Ursache des Hallux valgus galt das jahrelange Tragen von modischem, aber fußquälendem Schuhwerk", so Stolbinger weiter, "also zu hohe Absätze, zu enge, zu spitze, zu kleine Schuhe". Dazu der Münchner Orthopäde und Privatdozent Dr. Klaus A. Milachowski: "Das ist bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Der Ballenzeh entsteht aufgrund erblicher Veranlagung." Schuhe können ein verstärkender Faktor sein, sind aber nicht der alleinige Auslöser. "Außerdem haben Frauen im Vergleich zu Männern ein etwas schwächeres

Hallux Valgus: Deutschlands geheimes Volksleiden Fortsetzung

Stütz- und Bindegewebe", betont der auf Fußoperationen spezialisierte Inhaber einer Privatpraxis weiter. "Deshalb bildet sich bei ihnen leichter ein Senkfuß aus, bei dem das Quergewölbe des Fußes absinkt". Er kann in einen Spreizfuß übergehen, bei dem die Mittelfußknochen auseinander streben wie die Rippen eines Regenschirms - die Vorbedingungen für den Hallux valgus sind geschaffen.

"Ein ausgewachsener Ballenzeh ist mehr als nur ein kosmetisches Problem", hebt
Dr. Milachowski empor. Er schmerzt bei jedem Schritt. Der Druck von Schuhen auf das verschobene Gelenk führt zu Reizungen und Schwellungen, schmerzhafte Schleimbeutelentzündungen können sich bilden. Ein ausgeprägter Ballenzeh passt in keinen normalen Schuh mehr, der Gelenkverschleiß (Arthrose) ist vorprogrammiert. Wenn die Schmerzen durch den Hallux valgus unerträglich werden und konservative Behandlungen keine Linderungen bringen, kommt der Fußchirurg. "Im Gegensatz zu den früheren verstümmelnden Operationen hat sich die moderne Fußchirurgie zu einem Spezialgebiet entwickelt, das Gelenkerhalt und Ästhetik kombiniert", betont  Dr. Milachowski. Leider gehe es aber auch dann heute nicht ohne Korrekturen am Knochen. Damit sei eine längerfristige Nachbehandlung verbunden.

"Eine Versteifung der Großzehe wird von der Mehrzahl der Patienten in der Regel nicht akzeptiert". Der Gelenkersatz sei hier eine interessante Alternative, zu der jedoch noch Langzeitergebnisse fehlten. Bevor man sich jedoch einer Fußoperation unterziehe, sollte daher stets ein konservativer Behandlungsversuch unternommen werden. "Hierbei eignet sich die Hallufix-Orthese in besonderer Weise und kann bei einigen Patienten sogar die Operation durchaus ersetzen", erklärt der Münchner Sportmediziner. 

Prinzipiell wird der Fuß mit Hilfe von Hallufix unter Belastung in seine natürliche Form gebracht und gehalten. Hallufix korrigiert die Großzehenfehlstellung, hält das Fußquergewölbe mit einer Bandage und stützt zusätzlich den Mittelfuß durch eine Pelotte (Quergewölbestütze). Bei leichteren und mittleren Ausprägungen von Ballenzehen wird Hallufix vorbeugend eingesetzt und damit eine Verschlechterung der Zehenfehlstellung verzögert.

Sollte allerdings eine Operation notwendig werden, so "läßt sich in der postoperativen Phase die Rehabilitationsdauer mit dem Hallufix-System erheblich verkürzen und dem Patienten in der Regel auch das Tragen von unförmigen Spezialschuhen ersparen." Somit gehört die jahrzehntelange Tortur durch den Einsatz der starren Nachtschiene nach Ansicht von PD Dr. Milachowski endlich der Vergangenheit an.

*Eine Orthese ist eine durch Orthopädietechniker hergestellte technische Hilfe, die zur Unterstützung von eingeschränkt funktionstüchtigen Körperteilen eingesetzt wird

Pressekontakt:
Frederik Rehms
Unique Message GmbH
f.rehms@unique-message.de
Tel.: 089-841033677
Thorwaldsenstr. 33
80335 München



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